Freitag, 28. August 2009

3 h Warten = 1 Minute Gespräch ...

Hallo und einen guten Tag,

nachdem ich letzten Freitag im Amerikanischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main war, hier nun mein kurzer Bericht.

Mit allen ausgefüllten Fomularen, 5x5 cm biomatrischem Passbild, Reisepass und Co ging es am morgens um acht Uhr im IC nach Frankfurt.
Nach anderthalb Stunden Fahrt, dem Verstauen allen Unnötigen im Bahnhofsschließfach sowie noch mal 25 Minuten in der U-Bahn im Nahverkehr stand ich pünktlich 10 Uhr vor dem Konsulat und in der Schlange. 30 Minuten später hatte ich ein Ticket in der Hand, U469 war ab nun mein Name, und ab ging es durch Security Check und in die große Wartehalle.

Zügig wurde, zu meiner Überraschung meine Nummer aufgerufen und ich durfte mit einem echten Menschen reden ... aber auch nur um alle meine Unterlagen abzugeben und alle meine Fingerabdrücke digital abzuliefern.
Dann hieß es wieder hinsetzen und warten ... warten ... warten.
Rund drei Stunden später hieß es dann "U469 - Bitte gehen Sie zu Fenster Nummer: 10".

Gesagt, getan. Ein junger Mann lächelte mich an und los ging der einminütige Dialog:

Er: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Fulbright Stipendium.
Ich: Danke.
Er: Sie gehen nach Ohio, was werden Sie dort machen.
Ich: Vertiefung fortsetzen, Major in Fluid Mechanics.
Er: Wann wird ihr Studium in Deutschland fertig sein.
Ich: Wohl so gegen Ende 2010, nein, eher 2011.
Er. Haben Sie Verwandte in den USA.
Ich: Nein.
Er: Wurden Sie schon mal strafrechtlich verurteilt oder verhaftet.
Ich: Nein.
Er: Dann ist ja alles in Ordnung. Sie werden ihr Visum in einer Woche zugestellt bekommen. Viel Erfolg in Amerika.

So, das war es dann, gegen halb zwei hatte mich Frankfurt am Main und die Außenwelt wieder und nach Nahrungsaufnahme ging es vor die Europäische Zentralbank, ein bisschen durch die Altstadt und dann zum Lesen der Skripte (wir erinnern uns: Prüfungszeit) in eine Filiale des "Coffee Culture".
Mit etwas Verspätung und der Neon unter dem Arm ging es gegen 20 Uhr dann Richtung Stuttgart und ein langer Tag endete müde wieder in der Schwabenmetropole.

In dem Sinne,
Ciao und Shalom,
der Brezelbäcker

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