Dienstag, 29. September 2009

Kurse ausgedünnt, Professorengespräche, Einkaufen ...

Hallöchen mal wieder,

ja, die zweite Woche mit Kursen an der Uni ist angebrochen und nachdem meine Entscheidung bezüglich meiner Aktivitäten gefallen ist, teile ich feierlich mit, wie meine Kursliste aussieht bis Anfang Dezember (dann ist das Autumn Quarter nämlich schon rum):
  • Hypersonic Flow I
  • Avanced Analytical Methods
  • Independant Study
Macht insgesammt 10 Credit Points, also genau so viel, wie ich mindestens machen mus (laut Visabestimmung).
Grund dafür, dass ich nur zwei Kurse neben meiner Studienarbeit (die Independant Study) mache, ist, dass ich mit dem System aus Hausaufgaben und konstanter Mitarbeit noch warm werden muss und außerdem den Arbeitsaufwand bezüglich der Studienarbeit noch nicht recht abschätzen kann.
Hinzu kommt, dass eigentlich keiner der mich wirklich interessierenden Kurse dieses Quarter angeboten wurde, weshalb ich dann im Winter und Frühjahr wohl eher noch zulegen werde, wenn dann die numerischen Sachen und CFD angeboten werden.

Bezüglich der Studienarbeit habe ich diese Woche gespräche mit vier Professoren und werde mich danach dann für eine Arbeit festlegen (müssen). Problematisch ist hier momentan, dass zwei Herzen in meiner Brust schlagen.
Zum einen würde ich gerne ein forderndes Thema wählen, was gleichzeitig aber auch viel Freizeit abverlangen wird - und gerade die braucht man ja, wenn man neben der Uni noch Land und Leute kennen lernen möchte.
Bisher steht noch ein Gespräch aus, und bereits zwei Themen könnten in betracht kommen. Zum einen einen Mikrogasturbinen-Laborprüfstand für die Lehre in LabView zu steuern (das kommt den Stuttgartern vom ILA schon sehr bekannt vor) oder in CFD eine komplexe Ringkanalrechnung zu Ablösephönomenen im Kompressor zu bewerkstelligen ... und bei letzterem meinte der Professor schon, dass es zeitlich eng werden kann.
Nun schau ich mal, was der Freitag bei der Professorin im Bereich Aeroakustik bringt und dann sehen wir weiter.

Darüberhinaus möchte ich noch kurz ein paar Bilder aus dem Supermarkt hier ums Eck zeigen:




In dem Sinne, guten Hunger sowie
Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Sonntag, 27. September 2009

Der Student als Kunde ...

Ja, hier ist es so ...

Am heutigen Sonntag habe ich mit drei Professoren einen E-Mail Austausch gehabt ... Sie haben also auch geantwortet.
Die Bereitschaft für die (zahlenden) Studenten da zu sein ist also definitiv eine schätzenswerte Sache im System hier.
Die Hausaufgaben machen zwar immer noch keinen Spaß, aber ich stellte vorhin (nach 4 Stunden Arbeit dieses Wochenende) fest, dass die Abgabe erst nächsten Montag ist und das zu nutzende Programm noch im Unterricht erklärt wird.
Mit dem Wissen konnte ich also beruhigt die Schwedin von der Greyhound Busstation abholen und nun noch in Ruhe einen Tee trinken, bevor ich in Bett husche um morgen zu Bank, Uni-Büro, Professor Meeting und Unterricht zu gehen.

Ciao & Shalom
der Brezelbäcker



Cereals soweit das Auge reicht ...

Hallöchen,

fast nichts anderes gibt es hier in so reichhaltiger Auswahl wie Frühstücksflocken ... oder Cornflakes, was auch immer der Colksmund dazu sagen mag.

Bisher habe ich es geschafft, fast nur ungezuckerte Produkte heim zu bringen.
Hier mal ein visueller Eindruck meiner aktuellen Errungenschaft (neben den Haferflocken, die ich jeden morgen in mein Obst-Joghurt-Frühstück einbaue:
Außerdem haben wir seit heute auch eine funktionierende Kaffeemaschine im Haus, obwohl ich nicht weiß, wie sehr ich davon gebrauch machen werde. Denn auf meinem direkten Weg zum Campus liegen mehrere Kaffee-Shops und davon ein Starbucks ... und den halben Liter Brühkaffee (0,6 l = 20 fl oz) für unter 2 Dollar zum mitnehmen ... mit dem Konsumentenflair von Starbucks ... das MUSS ich mir ja geben :)

Außerdem habe ich nun auf meinem iPod eine Starbucks application ... also ... ja ... awesome.

Aber ich sollte meine Hausaufgaben machen ... bis später.

Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Bild-Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Wiki_cheerios.jpg

Endlich Möbel ... aber Regen en Masse ...

Hallo ihr Lieben,

nachdem der Donnerstagabend doch länger wurde (dank Trinkspielchen mit ein paar Freunden), stand ich am Freitag dann gegen 9 Uhr auf, und begab mich gegen 10 dann im Honda Accord erst mal zur Tankstelle.

Was für ein Erlebnis ... hier kann man eigentlich nur mit Kreditkarte direkt an der Zapfsäule bezahlen ... sonst wird man dumm angeschaut.
Also 12 Gallonen Bleifrei in den Tank und dann ab auf die Interstate 71 Richtung Süden.

Knappe 2 Stunden später war das IKEA, wie man es überall auf der Welt findet vor mir und der Magen wurde gleich mal mit HotDog und Kaffee gefüllt.

Die Einkaufsliste wurde dann abgearbeitet, aber natürlich auch einige Artikel zusätzlich in den Korb gelegt. Anschließend dann die Regale nach den Teilen abgesucht und nach knapp einer Stunde waren dann Bett, Matratze, Kissen, Decke, Tisch, Stuhl, Schrank und diverse andere Dinge für rund 500 USD gekauft - puh ... gerade noch so der Betrag auf der Debit Card.

Dann hieß es alles im Auto zu verstauen - ein Klacks ... und dann gabs Kötbullar und Co. zum Mittag. Schnell noch eine Umfrage mitgemacht und nen gratis Eis abgestaubt und eine Kleinigkeit für die Schwedin im Shop mitgenommen.

Im strömenden Regen ging es dann nach einigen Umwegen zurück nach Columbus und der Eindruck, dass das Auto eigentlich sehr gut fährt, der blieb zurück.

Der Abend bestand dann aus Aufbauen und schließlich der Belohnungspizza nebst GinTonic zusammen mit den Mitbewohnern.
Classes_Campus_IKEA 2009-09-26

Der Samstag dann war eher mau, sehr verregnet und einfach unglaublich demotivierend, was die Hausaufgaben für einen Kurs angeht.
Nur das Telefonat mit Philipp und der anschließende Sport (diesmal im Jessy Owens South) konnten ein bisschen die Stimmung retten, aber letztlich wars nen doofer Samstag.

Der Sonntag begann dann relativ ausgeglichen, aber das desillusionierende Wahlergebnis tat gleich wieder sein Übriges dazu.
Außerdem muss die nächste WOche geplant werden und die Hausaufgaben stehen nach wie vor an ...

Arg ...

Euch mal ein gutes Finish der Woche.

Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Donnerstag, 24. September 2009

Ich bin so ein Konsument ...

Hi, Hi,

ja ... es ist schrecklich mit mir.
Nachdem ich richtig gefallen an meinem Kurs "Advanced Analytical Methods" gefunden habe, in dem wir mit MathLab im Kurs die verschiedenen Gleichungslösungen angehen werden und in dem die Note sich aus Mid-Term, Hausaufgaben und einem Projekt (statt Final Exam) zusammen setzt, ist es über mich gekommen und ich spürte, mich für die vergangene Semesterarbeit (ihr wisst, ILA Vertiefung) zu belohnen.
Und da es hier einen Computerladen quasi auf dem Heimweg gibt, fiel für 299 $ ein iPod touch mit 32 GB der 3. Generation in meine Tasche. Dazu gab es dann noch ein nettes Cover und nachdem das Skype-Programm drauf installiert war dann gleich mal noch die Deutsche Festnetznummer für die Zeit meines Aufenthaltes.
Denn ich werde, dank Kursen und Studienarbeit ja stets auf dem (fast vollständig mit WLAN versorgten) Campus sein und somit kann mich jeder aus Deutschland zum innerdeutschen Festnetzpreis erreichen ... awesome ... isn't it.

Naja ... morgen wird dann noch die andere Spielerei (der Honda) eingeweiht und im IKEA noch mal wohl 500 Dollar für die Einrichtung auf den Kopf gekloppt.
Aber morgen sind bei mir keine Kurse, die Einrichtung zu besorgen und Auto zufahren da freu ich mich ja lange schon drauf, also wirds ein super Tag werden.

Ihr hört von mir.
Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Das Campusleben ...

Hallöchen,

mal ein kurzes Update aus der Lobby der 24/7 Engineering Library.

Meine Kurse, die ich derzeit erst mal eine Woche besuchen werde:
  • Fundamentals of Fluid Mechanics
  • Hypersonic Flows I
  • Deformation & Flow Theory
  • Advanced Analytical Methods
  • Aerodynamics of Chemically Reacting Fluids
Wenn ich nächste Woche dann alle mal besucht haben werde, und in einigen sogar schon Hausaufgaben abgegeben habe, werde ich wohl zwei oder drei davon streichen, da ich ja nebenher noch eine "Individual Study" durchführen möchte, was meiner Studienarbeit entspricht.

Zu eben dieser Studienarbeit saß ich gerade mit einem Professor hier zusammen und neben viel Support, sowie der Aussicht, dass man in seinem Labor einige experimentelle Untersuchungen bewerkstelligen könnte, kamen wir zusammen zu dem Schluss, dass es, da ich auch Kurse höre, wohl besser ist, wenn ich an einem eher weniger experimentellen Theme und dann dafür auch vor Ort am Campus (und nicht am Uni-eigenen Flughafen) arbeiten kann.
Also wird er morgen bei der Fakultätssitzung mal bei den Kollegen fragen und hoffentlich kann ich dann in der nächsten Woche mit meinem dann zuständigen Prof ein bisschen an dem Thema anfangen.
Soweit sind aber hinsichtlich der Studienarbeit alle sehr unterstützend und auch einen Büroplatz im Department sucht man für mich ... great.

Außerdem laufen die Kurse ganz gut, bisher musste ich nicht wirklich ein tueres Buch kaufen und zu meiner positiven Überraschung scheinen einiger meiner Kurse sich thematisch tatsächlich mit den an der Uni Stuttgart angebotenen zu decken ... wär ja super, wenn der liebe Herr Krämer die am Ende wirklich anerkennt.

Tja ... ansonsten muss ich heute neben dem Kauf eines Skriptes noch eine Menge Formulare für Fulbright ausfüllen und raus bekommen, wie ich mit meiner "Wunder-Karte" namens Buck-ID hier kopieren kann.

Nun werd ich aber erst mal etwas Essen gehen, dann noch den letzten Kurs für diese Woche besuchen und dann vielleicht eine Runde mit dem Auto drehen um dann für morgen für die 100 Meilen zum IKEA fit zu sein.

Es grüßt mit
Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Mittwoch, 23. September 2009

Jetzt geht die Uni los ...

Mann, Mann, wie die Zeit verfliegt.

Aber hier mal ein "catch-up" bezüglich der letzten Tage.

Sonntag
Ja, ich war dann in der Tat noch einkaufen, nachdem es tatsächlich hier jetzt auch mit regnen begonnen hat. Außerdem ging es am Abend zum Training ins RPAC und direkt danach auf ein paar Stücken Pizza, Getränke und ein bisschen Show zu wieder mal einer Veranstaltung für alle internationalen Studenten. Glücklicherweise gab es die im Trockenen, so dass man diesbezüglich keine Bedenken haben musste.
Anschließend ging unser kleines deutsch-niederländisch-schwedisch-amerikanisch-brasilianisches Grüppchen dann noch zum Biertrinken ins "out-r-inn" wo es am Mug Day den Nachfüllbecher ab 1 $ gibt ... naja ... dann halt auch ein sehr dünnes Bierchen.
Aber ich habe mich blendend mit einer in Politik angagierten Amerikanerin unterhalten ... es war also gut!

Montag
Kein Sonnentag, aber wen störts ... es war Beginn der Welcome-Week, denn seit Sonntag sind 10.000 Studenten mehr auf dem Campus ... die freshmen sind da und für diese und alle anderen haben sich gleich mal alle möglichen Gruppen angepriesen, die man neben dem Unterricht besuchen kann. Vom Fechten, Curlen und anderen Sportarten, über Amnesty, die Parteinahen Gruppen bis hin zum BBQ-Club ... es gibt hier für JEDEN was.
Also wurde auf einige Gruppen (Curling, Astronomy, Mountenairs, GBLT, Psychology...) gleich mal die Mailadresse hinterlassen um dann später noch aussortierten zu können aber erst mal die Aussicht zu haben, gut unterhalten zu werden, auch wenn man mal nicht lernt.
Daneben gab es Hotdogs, Eis und lauter anderen Kram und Give Aways, und all das im Regenstrom ...
Nach kurzem Abküheln in klimatisierter Bibliothek, die gerade fertiggestellt wurde, ging es zum Stadion der Footballmannschaft, wo wieder gegessen wurde ... und dann war auch erst mal Ruhe angesagt, denn irgendwann muss man seinen ganzen STUFF ja auch mal zuhause ablegen.
Abends ging es dann noch mal zu viert in die Bar vom Sonntag.

Welcome-Week_Monday 2009-09-21

Dienstag
Nach Frühsport im RPAC ging es direkt danach zur "Buck-i-Frenzy" ... das hieß: Give-Aways, kostenloses Essen, Gewinne, nen gratis Haarschnitt ... alles, was man sich so an komerz für die Zielgruppe Student vorstellen kann. AWESOME.
Am Nachmittag ging es dann noch zum International Students Office wo es ... tadda ... Ice-Cream gab. Natürlich mit Topping und Lowing (sprich unten ne Banane, nen Brownie, dann das Eis und dann Soße und geraspelte M&M's ... awesome ;-)).
Der Tag rundete sich bei mir ab mit einem Besuch bei der Bank sowie dem Kauf eines Honda Accord EX Sedan ab. Gegen 9 Uhr gab es dann "Ed Wood" als Film auf Großbildleinwand im Freien und dazu ... Eis ... oh my gosh.
Dann aber ging es für alle früh ins Bett, denn der Tag der ersten Unterrichtsstunden des "Autumn Terms" stand an ...
Mon-Tue-Wed 2009-09-23

Mittwoch
Der "first classes day" also ... der bei mir unschön begann und zwar mit Aufstehen um 6:30 AM.
Damit man pünktlich gegen acht bei der Zulassungsstelle ist (wo man ja noch mit dme Bus hin muss), nur um zu erfahren, dass man erstmal nur ein 30-Tage-Nummernschild bekommt, weil sie das Auto noch mal vor Ort sehen möchten ... naja ... anyway ... Versicherung gilt auch seit heute, das temporäre Schild ist im Fenster ... ich könnte los fahren.
Aber erst mal geht's zur Uni, die ersten zwei Kurse besuchen.
Für die Insider: "ME 705: Fluid Mechanics", was der Hälfte von Strömungslehre I+II entspricht, und ich wohl nur als "pass and fail" besuchen werde, um die Terminie mitzubekommen und wieder ins Thema zu gelangen. Danach gab es noch "AER ENG 775: Hypersonic Flow I" was verspricht wirklich ein etwas anspruchsvollerer Kurs aus der Strömungslehre zu werden.
Soweit besticht erstgenannter Kurs mit einem charmanten Dozenten mit indischem Background (siehe Zitat der Woche) und zweiterer mit einem fundierten Altherren, der dankenswerter Weise auch kein teures Fachbuch, sondern ein 11 Dollar Skript nutzt - great.
NAch kurzem Plausch mit zwei erstjahres Graduate Students aus dem Aeroengineering department, die mir gleich mal sagten, dass ich vom Witz her auf ihrer Wellenlänge läge, ging es heim, Sachen sortieren, telefonieren, mit den Mitbewohnern plauschen und gleich dann noch ins RPAC mit der Schwedischen Studenting, die als einzige neben mir heute nicht auf dem Kings of Leon Konzert ist, für das es uns zu blöd war 2 Stunden am Montag für Freikarten anzustehen.

Morgen beginnen die Classes wieder um Neun ... wir sind gespannt.

Ich liebe euch

Ciao & Shalom,
der Brezelbäcker

Sonntag, 20. September 2009

Orientation ...

Hallöchen,

nachdem der Mittwoch eigentlich nur damit gefüllt war, in ein Viertel zu fahren, in dem viele Autohändler nebeneinander sind, habe ich dort einige Zeit damit verbracht um festzustellen, dass es in der meinigen, unteren Preisvorstellung einfach nichts wirklich gutes gibt und so haben mich alle Händler doch darauf verwiesen die Anzeigen in Zeitungen, ebay und craigslist durchzuschauen und von Privat zu kaufen.
Den restlichen Mittwoch verbrachte ich also damit und habe ein paar Ansichtstermine ausgemacht.
Dann ging es noch mal ins RPAC ... dem größten Fitnesstudio auf dem Campus und in Amerika (wenn mich nicht alles täuscht) und dann früh ins Bett um für die Orientation, die Einführungsveranstaltung für die neuen, internationalen Studenten am Donnerstag fit zu sein.

Donnerstag
... da ging es dann also 6:30 AM aus den Federn um 7:30 vor Ort zu sein. In einem Auditorium wurde einem dann die Uni vorgestellt, was man zu erwarten hat und all der formelle Kram am Rande erläutert.
Auch einer Sicherheitsanweisung einer Polizistin konnte man lauschen, was aber wohl vornehmlich für all die jüngeren Studenten gedacht war, denn der Haufen aus internationalen Studeten hat sich zusammen gesetzt aus vielen jungen Studenten, die hier ihr Studium beginnen und 3 oder mehr Jahre vor haben zu bleiben. Der bedeutend kleinere Teil sind graduate students wie ich oder Austauschstudenten, die ein oder zwei Quarter (3 Monate) bleiben.

In den Pausen gab es dann Starbucks Coffee und Muffins ... das war dann also das Frühstück ... wie gesund. Und außerdem konnte man in den Unterbrechungen gut Netzwerken und die neuen Leute kennen lernen. Eine Sache, die ich gerade sehr brauche, da man sich doch dringend mal ablenken muss um nicht zu sehr an den Organisationsstress hier und die Daheimgebliebenen zu denken.

Nach dem Verzehr des Lunch-bags in der Sonne auf einer Wiese ging es wieder zum Programm mit der Vorstellung einiger Organisationen und Büros auf dem Campus, gefolgt von einem Workshop, in dem man lernte, dass es ganz okay ist, einen Culture-Shock zu erleben und wie man damit umgeht. Letztendlich dann wurden noch ein paar Kennenlern-Spiele veranstaltet und danach ging es mit einer sowas von amerikanischen und motivierten Studenten anderthalb Stunden über den Campus um die diversen Gebäude kennen zu lernen - this was awesome!

Zum Abend traf sich dann die frisch gefundene Gruppe (Chinesen, Japaner, Koreaner, Schweden, Dänen, Deutsche, Trinidad-Tobago_aner) um im Buffalo Wild Wings ein paar Hähnchenflügel zu genießen und den Tag abzurunden.

Orientation 2009-09-17

Freitag
Mein Freitag dann begann auch nach kurzer Nacht mit dem Besuch der Bank, denn unglücklicherweise war die vorläufige Account-Number, die mir am Montag gegeben wurde leider nicht die richtige, weshalb ich nach einigem hin und her auch noch schnell der Fulbright-Komission Mailen musste um das Geld doch noch anders umzuleiten. Glücklicherweise (?) hatte man dort noch garnix in die Wege geleitet weshalb kein großes Problem bestand und ich nun 10 Tage warten kann, bis mein Stipendium ankommt.

Danach ging es zum Professor meines Departments (Institut) um meine Kurse und meine Studienarbeit abzuklären. Ich wurde nett empfangen und belehrt mich nicht zu übernehmen und dazu angehalten mit einem anderen Professor bezüglich meiner Studienarbeit Rücksprache zu halten ... so werde ich diesen wohl nächste Woche mal aufsuchen, draußen, weit ab vom Campus, auf dem Flughafen der Uni.

Danach gab ich noch schnell ein paar Formulare bei der Universitäts-Kasse ab und ging zum Heimattelefonat in die Bibliothek wo ich zufällig auch gleich einen frisch kennen gelernten Austauschstudenten traf.

Nach vitalreichem Mittagessen im Cafe beim Sportcenter (RPAC ... sprich: Ar-Pack) gab es eine Infoveranstaltung für Austauschstudenten und dort gab es neben neuen Gesichtern zum kennenlernen auch eine hilfreiche Dame, die mir in Aussicht stellte, meine Gebühren senken zu können. Wir sind mal (aus Erfahrung) nicht zu zuversichtlich aber freuen uns dennoch.
Anschließend tätigte ich noch ein paar Transaktionen ... voll praktisch, dass man mit der DKB VISA Karte 4 mal hintereinander 800 US-Dollar abheben und dann aufs Bankkonto nebenan einzahlen kann :)

Darauf gings zum Treffen mit einem potentiellen Auto. Honda Accord LX Sedan ... Baujahr 1996 aber in guter Konstitution. Neue Bremsen und Reifen, Auspuff neu, Motor wie ein Kätzchen und die Automatik fährt sich flüssig. Einige Dellen hier und da, aber es ist ja nichts fürs Auge, es soll fahren. Außerdem ist es ein Pendler aus Kentucky, weshalb der Großteil der Meilen vom Highway kommen.
Ich darf mir das Wochenenede über Gedanken machen, freue mich aber, dass das erste Auto gleich so positiv wirkt und der Verkäufer so nett ist. Der Verkauft sein Auto, weil er ein neues zum Geburtstag bekam und zwei halt nicht braucht.

Kurz darauf schau ich noch einen Mazda an, der gleich mal das Gegenteil darstellt - ein kurzer Termin.

Abends geht's feiern mit den neuen internationalen Bekanntschaften ... erst Essen in einem Burger-Restaurant, dann in eine Tanz-Bar, wie sie die Amerikanischen Studies zu lieben scheinen - naja.

Samstag
... wurde kurz geschlafen und dann geklettert im ARC (Adventure Recreation Center) und anschließend die Pool, Bade und Saunagelegenheit des RPAC ausprobiert.
Abends waren Sandra, Hanna, Hiep und ich dann im Kroger Laden Nudeln und Alles für eine Soße aus Pilzen, Käse und Co. eingekauft und haben das dann bei Hiep im Studentenwohnheim gekocht. Bei gutem Californischen Wein und netten Gesprächen war der Abend ein wirklich schöner.

Night_Out+Saturday_ 2009-09-20

Mal schauen was der Sonntag bringt, bisher ist nur geplant, dass ich noch Lebensmittel einkaufe, bissle Sport machen gehe und Abends dann zu einer Veranstaltung für die internationalen Studenten gehe.
Unsere Checkliste für den Einzug im Haus habe ich mit meinen zwei Mitbewohnern heute auch ausgefüllt ... joa.

In dem Sinne wünsche ich mal allen das Beste für die kommende Woche.

Ciao und Shalom,
der Brezelbäcker

Dienstag, 15. September 2009

Nun bin ich eine fahrtüchtige Nuss ...

Good morning America ...

oder eher Deutschland, denn nachdem ich hier gerade 21 Uhr am Dienstag zu Abend esse, schläft wohl Deutschland schon im Mittwochmorgen.

Da ich zwar erst seit wenigen Tagen hier bin, aber gefühlt, vieles erlebt habe, kommt hier mal ein etwas ausführlicherer Beitrag.

Montag
Wie geplant, hat mich am Montagmorgen, nach Haferflocken-Milch-Obst-Frühstück mein erster Weg an das International Office der Ohio State University geführt, wo ich dann gleich mal nicht auf der Liste stand, in der all die anderen (zumeist aus China oder Korea stammenden) Internationalen Neuankömmlinge zu finden waren.
Nachdem geklärt war, dass Fulbright Stipendiaten dort nicht abgefertigt werden, wurde ich ins Haus nebenan verwiesen und dann - wie ich etwas enttäuscht feststellte - nur mit viel offiziellem Schreibkram und einem dicken Info-Ordner nebst Laufzettel abgefertigt.
Gut dachte ich mir ... wir sind ja schon groß, ärgern wir uns nicht, dass wir nicht an die Hand genommen werden, sondern ordnen wir die Sache mal ... gesagt getan, ich hatte meinen Plan aufgestellt und weiter ging es.
Zum Lincoln Tower ... geschätzte 25 Stockwerke hoch, und direkt neben dem flachen Football-Feld, damit es gleich noch mal größer ausschaut. Da drin also gab es einige Büros und eines davon war das der BUCK-ID, der, also DER Ausweiskarte am Campus.
Leider war auch hier wieder keine Liste mit meinem Namen zu finden, so dass die lieben Studenten gleich mal 15 Minuten durch alle Abteilungen telefonierten und es irgendwann doch bestätigt hatten, dass ich hier nur teilweise zum Spaß da stehe.
5 Minuten und ein schlechtes Foto später hatte ich stolz mein offizielles Campusausweismittel, die Buck-ID als Scheckkarte in der Hand.
Als nächstes ging es, in meiner Prioritätenliste, direkt zum "Recreation and Physical Activity Center" - ein Traum in Stein und Glas in dem es vom Schwimmbecken über Sauna, Cardiogeräte und Gewichte einfach alles gibt - sogar eine Stadionrunde im vierten Stock, die ein mal durch das Gebäude führt - crazy.
Nun ja, auch da hab ich mich freischalten lassen um gleich Abends dann mal die Sachen alle anzuschauen.
Weiter ging es ... das W-LAN musste ergründet werden. Also auch hier zu einem Infoschalter und wieder mal die überaus freundlichen Campusmitarbeiter ausgefragt. Auch hier gab es nach 5 Minuten meienn Account und ich setzte mich in die Bibliothek um gleich mal in Deutschland anzurufen und bei Philipp nach dem Rechten zu sehen.
Zur Mittagszeit ging ich kurz noch zum Aerospace Engineering Department ... und ja, die Erfahrung da fasse ich mal kürzer zusammen, als es ihr gerecht wird:
Viele Leute wollen helfen, wenige wissen was ... aber am Ende hatte ich genug Informationen zu meiner beabsichtigten Kurswahl, die ich mir dann selber in Ruhe im Kopf ordnete. Außerdem habe ich wegen der Studienarbeit einen Termin mit dem Prof ausgemacht, so dass ab Freitag auch in dieses Thema Bewegung kommt.

Nach all diesen Dingen hatte ich nur noch Hunger, ging auf dem Nachhauseweg noch schnell ein paar neue Laufschuhe nebst Socken kaufen und kochte zuhause.

Anschließend folgte ich dem Rat meines Mitbewohners und ging in einen großen Second-Hand Laden, der zwar Möbel anbietet, gerade aber weder Bett noch Schreibtisch hat.
Etwas genervt entschied ich mich mal IKEA online zu konsultieren, was prinzipiell auch gut klappen würde, nur knause ich noch wegen der 150 Doller Liererkosten sowie der Lieferzeit.

Am Vorabend ging es dann Joggen ins Fitnesscenter, dann noch an die Gewichte-Geräte und danach Spazieren nach Hause. EIne Dusche und ein Brot gegessen und dann bei den Studenten nebenan die Amerikanische Jugendkultur, schlechtes Bier und einieg interessante DInge kennen gelernt.
Netter Nebeneffekt, ich nutze ab nun erst mal das W-LAN der Nachbarn.

Dienstag
Der Plan war Driver's License - Führerschein. Das nächtste Büro des Bureau of Motor Vehicles war gut eine halbe Stunde Busfahrt entfernt und auf besagter Fahrt mit den Öffentlichen, merkte man auch mal: Ja, die Stadt ist weitläufig und definitiv im privaten PKW besser erfahrbar.
Vor Ort angekommen zog ich eine Nummer, setzte mich und schilderte kurz, dass ich mit Deutschem Führerschein gerne hier eine Lizenz hätte.
Die nette, schwarze Frau fragte darauf kurz, ob ich dafür auch Fahrstunden genommen hätte, was natürlich mit JA beantwortet wurde und nachdem auch geklärt war, dass deutsch Führerscheine erstmal fristlos gelten, gab es auch gleich ein interessantes Gesprächsthema.
Ein folgender Sehtest sowie Fragen ob ich Organspender sei oder jemals vor Gericht stand, wurden abgerackert und dann gings für 23 Dollar zum Fotoshooting und nach insgesamt 45 Minuten war ich besitzer der Fahrerlaubnis in Ohio.
Einziges Manko, dieses reibungslosen Verlaufs, meine Lizenz gilt nur bis Ende meiner Einschreibung an der OSU, also bis zum 17. Juni, obgleich ich bis 17. Juli im Land bleiben darf ... whatever.

Zurück nach Hause ging es mit dem Bus und im Netz suchte ich dann nach Autohändlern, war aber irgendwie schnell nicht mehr bei der Sache und ein Videotelefonat mit dem Liebsten hat dann die Stimmungslage doch wieder aufgehellt.

So fällte ich dann die Entscheidung, morgen erst mal nach einem Auto zu schauen und sollte damit alles klappen im Laufe der Tage nach Registrierung und Versicherung zum 1,5 Stunden entfernten IKEA Store zu fahren um meine aus Hamburger Zeiten bekannte Grundausstattung aus Bett, Tisch und Stuhl zu besorgen. Schauen wir mal, wie das klappt.

Eben war ich dann noch mal im Sports Center hier und bin Treppen gestiegen, gerudert, sowie an den Geräten gewesen. Nach dem es gestern um die Arme und den Brustkorb ging, waren heute die Beine dran und ich war überrascht, welche Muskeln man da überhaupt hat. An jedem Gerät steht ja auch immer schön, was man und wie bitte richtig zu trainieren hat und ... ja ... definitiv ist nach 2 Stunden Sport das Gemüt einfach aufgehellt und man ist einfach gut drauf.

Nun habe ich gegessen, werde für morgen noch einige Autohändler recherchieren und mich dann ins Feldbett legen und ins Reich der Träume entschwinden.

Man muss sagen, dass ich wirklich gespannt bin, wie die Orientation am Donnerstag ablaufen wird, bei der ich hoffentlich endlich andere, gleichgesinnte Studeten treffe, die auch im selben Studienstadium sind.
Am besagten Tag wird es 7:30 mit kleinem Frühstück losgehen und was genau dann bis 16:30 auf dem Programm steht, das bin ich auch mal gespannt.

Ich liebe und vermisse einen großteil von euch ;-)

Ciao und Shalom,
euer Brezelbäcker

Sonntag, 13. September 2009

Amerika - Die Entdeckung beginnt

Hallo liebe Weltbürger,

ich bin in Amerika.

Nach langem Flug von Stuttgart über Frankfurt und Chicago bis nach Columbus.
Kurze Taxifahrt und nach Begrüßung durch Gabriel, einen meiner Mitbewohner bezog
ich meine 99 quadratfuß große Behausung und schließ erst mal 12 Stunden.

Heute entdeckte ich, am Sonntag, per Fuß die Innenstadt und den Campus mit folgenden Bildern und Erkentnissen:
Amerika-Start 2009-09-13

  • Hier ist alles groß und günstig (halbe Gallone Milch für rund einen Dollar)
  • Alles ist offener (Polizisten auf Fahrad sagen Hallo, Supermarkt ist - auch sonntags - 6 Uhr bis 1 Uhr -nachts - offen)
  • Es ist genau so warm wie in Deutschland
  • Man kann vieles Laufen, kommt aber schneller und weiter mit Auto
Das mal so vorab.

Einige Bilder geben ja oben schon den ersten Eindruck und meine Behausung kann man sich auch hier noch genauer begutachten:
http://www.euclidproperties.com/81_euclid.htm#frontof81

Kostenpunkt: 300 $ plus nochmal wohl rund 40-50 $ für Strom, Gas und Internet - schau mer mal.

Ansonsten hock ich grad im Waschsaloon, der kostenloses W-Lan hat, da wir erst in ein, zwei Wochen zuhause Internetzugang haben werden, allerdings hoffe ich ab morgen dann an der Uni auch regelmäßig Zugang zu finden.

Plan für morgen:
  • an der Uni einschreiben
  • Bank-Konto eröffnen (damit das Fulbright Geld fließen kann)
  • mich nach Gebrauchten Möbeln umschauen
  • Laufschuhe kaufen und Sportangebot der Uni austesten
Und zum Schluss noch die Info, dass der Abschied von Freunden, Stuttgart und vor allem Philipp sehr emotional und schwer war - wie halt gedacht und befürchtet ... aber alles wird weitergehen und mit den ganzen lieben Geschenken (so was tolles) und im Internetzeitalter geht auch die Liebe auf Distanz seinen Gang ... hoffentlich.

Es grüßt
der Brezelbäcker

Donnerstag, 3. September 2009

Visum in der Hand ...

Hallöchen,

seit gestern Abend habe ich mein Visum für den USA Aufenthalt in der Hand und somit kann in der nächsten Woche mit Packen und Wohnungausräumen eigentlich alles reibungslos über die Bühne gehen.

Außerdem gab es gestern noch eine 1,3 Note im mündlichen Teil der Vertiefungsprüfung in Luftfahrtantriebe (genau sind es 92,4 Punkte von 100) und am morgigen Freitag stelle ich mich dann hoffentlich gut genug an, um die andere, schriftliche Seite der Prüfung auch noch gut zu vollenden.

Auf einen erfolgreichen Freitagvormittag.

Ciao und Shalom,
der Brezelbäcker