die Finals-Week, also die Woche der Abschlussprüfungen liegt hinter uns und nun ist es an der Ohio State University ... leer.
Die Bibliothek schließt nicht mehr zwei Uhr nachts sondern sechs Uhr abends, das Sportzentrum hat nicht bis Mitternacht offen sondern nur noch bis 22 Uhr ... es wird Weihnachten.
Außerdem verabschieden sich einige der Internationalen Studenten mit dem scheidenden Quarter auch ganz nach Hause ... das ist schon schade und mal wieder kann man sagen ... wie schnell verging die Zeit?!
Nun ja .. aber mal etwas geordnet ...
Finals Week @ OSU
Die letzte Woche des Quarters ist an amerikanischen Unis immer etwas spezielles. In vier Tagen stehen für die meisten Studenten unzählige Abschlussarbeiten an, die wenigsten schlafen noch genügend und alle laufen irgendwie zwischen Uni-Cafeterien und Bibiothek wie Zombies umher und hoffen, den Stoff zur Prüfung irgendwie in ihren Kopf zu trichtern.
Nachdem für mich ja keine wirklichen Abschlussprüfungen anstanden, sondern nur ein Projekt und ein "Take-Home-Exam" zu bewältigen waren, befasste ich mich vergangene Woche mit der Formulierung meines Studienarbeitsthemas (endlich!). Außerdem stand ich ordnungsgemäß früh auf und fand mich in der Bibliothek ein um dort u.A. auch in einem Einleitungsbuch zur CFD zu lesen. Computational Fluid Dynamics, also Strömungslehre von der numerischen Seite her, das möchte ich ja ab Januar als Kurs belegen und deshalb lese ich im Buch von Anderson mal schon alles, was mich darauf vorbereitet ... es macht sogar Spaß und ich verstehe sogar, wie man die Navier-Stokes und Euler-Gleichungen herleitet ... faszinierend - vielleicht finde ich ja für das Winter-Quarter doch noch zur Motivation.
Als Ergebnisse der Uni-Woche kann man zusammenfassen:
- Thema Studienarbeit: "design, implementation and evaluation of a passive thrust augmentation device for the SR-30 Turbo Jet"
- Studienarbeit am ILA in Stuttgart akzeptiert - die Arbeit kann beginnen
- Im Kurs Hypersonic Flows, den ich mir in Stuttgart anerkennen möchte ein Grade A bekommen (Bestnote ... scheint in Amerika also echt nicht schwer zu sein, solang man sich disziplinieren kann an den Homeworks dran zu bleiben).
- Im Kurs Advanced Analytical Methods ein B+ kassiert (was ich definitiv nicht nachvollziehen kann ... ich war schelcht und könnte keinem etwas fundiertes darüber erklären) ... strange!
- Mein GPA (Grade point average) ist somit 3.7 ... ganz akzeptabel.
- Erkenntnis: Literaturrecherche ist ein langwieriger Prozess
- Erkenntnis: Bibliotheken sind Lebensräume moderner Studenten
Chicago Ausflug
Nach einer Geburtstagsfeier einer Hongkong-Chinesin, einer verrückten Party in meinem Haus (das 100 Jährigen Geburtstag feierte) und dem erfolgreichen Versuch mit Ohrstöpseln wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, ging es am vergangenen Freitag um fünf in der Frühe Richtung Chicago.Zusammen mit Hanna, Sandra und Jos wollten wir dort nach dem endenden Quarter zwei schöne Tage verbringen und ... so geschah es auch.
Anders als wenige Tage zuvor (in denen Illinois dem Schneechaos erlag) hatten wir freie Straßen, freie Sicht und wunderbaren Sonnenschein und konnten (mit der Zeitverschiebung um eine Stunde) um 11 Uhr, nach kurzem Frühstück in der Jugendherberge, beginnen die Stadt zu erkunden.
Mit dem zweitgrößten Nahverkehrsnetz in den USA (nach New York) ging es "downtown", in das Häuserschluchten-Meer (ERLEBNIS!) und dann ins Museum ... anschließend durch die Parks, an den Lake Michigan und dann wieder in das Viertel unserer Herberge, um dort zu Abend zu essen und den Abend in geselliger Vierrerrunde über etwas Wein gut ausklingen zu lassen.
Am zweiten Tag ging es dann noch mal durch die Innenstadt, auf den Hankock Tower (nun, nicht für mich, das mache ich in drei Wochen mit Philipp lieber zu zweit) und durch die Großstadt ... einfach so genießen, dass man in Chicago ist.
Auch ein Schneemann wurde gebaut und nach rund 31 Stunden in der "Windy City" ging es dann im Honda zurück nach Columbus ... und auch die Fahrt noch ein mal durch die ganze Skyline war ein schöner Abschiedsanblick ... und zu wissen im Januar mit Philipp nochmal dort zu sein ... ein schöner Ausblick.
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| Chicago Wochenende Dezember 2009 |
Nach Ankunft aus Chicago zwei Uhr morgens am Sonntag bestand der Tagesplan dann aus Ausschlafen, Wäsche waschen und Sport, bevor es am Abend dann mit dem Hiep und seiner Freundin - die ihn aus Deutschland besuchte, damit Sie zusammen nach New York und dann nach Hause fliegen können - in die Cheesecake Factory ging.
Das gemeinsame Essenw ar toll und es ist schön, dass die Amerikaerfahrung auch mit dem Kennenlernen solch interessanter Menschen verbunden bleiben wird.
Anschließend ging es mit den anderen internationalen Studenten noch ins "Out-r-Inn" (Bier ab einem Dollar) und dann spät Nachts ins Bett.
Für die letzte Woche, bevor ich mich am Samstag dann zum David nach Washington und somit auf meine Weihnachtstour begebe, steht nun eigentlich nicht mehr so viel an.
Zum einen verabschiede ich die Urlauber, die über Weihnachten weg fliegen und sage "Auf Wiedersehen" zu den irgendwie lieb gewonnenen Menschen, die man so schnell dann doch nicht wieder sieht.
Ansonsten sollte ich zumindest ein, zwei Tage in meine Studienarbeit investieren, das Jahr an der Uni dann auch geistig irgendwie abhaken und dann mal die Unterlagen und alles andere für die Rundreise zusammen suchen.
Und wenn die Zeit auch einfach so vorranschreitet ... ab Samstag ist Urlaub angesagt und die Reise über DC, New York, Boston, Montreal, Chicago mit Freunden und MEINEM MANN, wird eine wunderschöne Zeit bringen ...
Freuen wir uns mit einem
Ciao & Shalom
euer Brezelbäcker

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