auch von meiner Seite erst mal noch alles erdenklich Gute, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Lange habe ich ja nichts von mir hören lassen, der Grund dafür ist aber schnell dargebracht: Die Winterreise mit Philipp und den anderen endete am 5. Januar und danach hieß es sich erstmal voll in die Seile schmeißen um hier an der OSU keine Zeit zu verschenken.
Schließlich ist bereits seit 4. Januar wieder Vorlesungszeit und diese, die des Winter-Quartals, endet auch bereits Mitte März wieder ... also gerade mal 10 Wochen.
In diesen Wochen muss also der Stoff meiner zwei dieses Mal gewählten Kuse in meinen Kopf finden:
- Viscous Fluid Flow
- Advanced Computational Fluid Dynamics
Was die Uni angeht ist das Jahr also bereits für die ersten WOchen gut verplant, ich habe zumindest teilweise meine Motivation wieder gefunden und die Kurse interessieren mich, auch wenn Sie anspruchsvoll sind. Zusätzlich stehe ich wieder regelmäßig vor acht Uhr auf ... ich werde den Studienaufenthalt schon noch reißen ;-)
Aber nun zu den vergangenen Wochen ...
Winterchaos - Kein guter Start
Am Wochenende vor Weihnachten machte ich mich Richtung Washington auf. Der Schnee in Columbus fiel am frühen Samstagmorgen nur ein wenig und daher war ich guter Dinge und mit meinem Gepäck im Wagen zügig auf dem Highway. Nach einer knappen Stunde schlug dann allerdings die spiegelglatte Straße zu:
Beim Überholen driftete ich nach links, versuchte gegenzulenken, als ich schon die Leitplanke sah und als es wieder Gripp gab, drehte das Auto eifrig in Richtung rechter Fahrbahnbegrenzung ... ein paar harte Bremsversuche noch und ... bums ... verknautscht war die linke vordere Ecke des Autos.
Was mir da durch den Kopf ging, kann sich jeder denken ... aber da das Auto noch lief, war ich guter Dinge zumindest noch eine Weile voran zu kommen ...
So fuhr ich, und fuhr ich, langsamer und langsamer, weil der Schnee immer mehr zunahm ... so lange, bis auf den Highways nichts mehr ging und ich zu allem Übel auch noch mit überhitztem Motor stehen blieb.
Schwupps war der Sheriff da, sagt ich werde abgeschleppt ... und nach einer halben Stunde mit einem Hillbilly-Hinterwäldler und seiner Schnalle im Abschleppwagen fand ich mich, erleichtert um mein Bargeld ("I will not unhook you unless you give me the money") und erstmal "grounded" in Cumberland, MD wieder.
Nachdem dann nach einigem Herumirren in der Stadt die Enttäuschung, der Frust, die Unklarheit und alles aus mir raus war, ich mich halbwegs sammelte und mit Philipp und David telefoniert hatte, blieb mir nichts anderes übrig als die Nacht im Holliday Inn einzuchecken und zu hoffen, das am darauffolgenden Sonntag ein Mechaniker offen hat.
So geschah es dann auch, mit Ach und Krach schaffte mein Wagen die 5 Meilen in den nächsten Ort und drei Stunden nebst einigem Geld später hatte die Werkstadt im Nirgendwo meinen Wagen zumindest so geflickt, dass er Kühlwasser und Servoflüssigkeit hielt und bis auf sein Äußeres wieder rund lief.
Also machte ich mich dann, bei Sonnenschein und erstaunlich freigeräumten Highways auf nach Washington wo ich dem David freudig in die Arme fiel und dann mit einem Winterspaziergang im Hochschnee Washingtons und einem Dunkin Donut nebst Kaffee erstmal froh war, da zu sein.
Washington - Auto-Make-Up
Nachdem David und ich uns es dann am Abend noch in seinem Zimmer bei einem netten Filmchen haben gut gehen lassen, ging es am nächsten Morgen, von gesundem Frühstück genährt, auf zum nächsten Ersatzteilladen, der uns dann ganz klar sagte: "you need body work" ... also auf seine empfehlung zu einem "body-Shop" um die Karosserie im nötigen Umfang reparieren zu lassen und ... nachdem geklärt war, dass Farbe nicht nötig ist sondern das Auto nur wieder fahrtüchtig ("Oh, you just want me to do it legal") werden sollte, gingen wir, ohne Auto, aber mit dickem Kostenvoranschlag den Rest des Tages an.
Die Mall wurde besichtigt, zwei Museeen besichtigt (moderne Kunst, dann Amerikanische Geschichte), guter Burger gegessen und sich alles in allem versucht gut durch die Schneemassen zu kämpfen die Washington doch immernoch im Griff hatten.
Am nächsten Tag ging es nach Baltimore um dort die Stadt zu erkunden, David Austern essen zu lassen, am Hafen lang zu schlendern und die Cheesecake Factory zu besuchen.
Dort erreichte uns dann auch der Anruf, dass der Honda fertig repariert wäre und daher trugen uns die Füße und der Bus schnell zurück nach D.C. und mit Bargeld in der Tasche wurde das Auto ausgelöst ... daruaf folgte dann noch zweimaliges zurückfahren in die Werkstatt, weil ein Kabelkurzschluss und eine Dichtung übersehen wurde, aber dann war alles bereit um am Morgen des 23. mit gepackten Taschen Richtung New York City aufzubrechen.
![]() |
| Winterchaos - Dez 09 |
... und wie es da weiter ging, das erzähle ich im nächsten Blogeintrag ...
Ciao & Shalom
der Brezelbäcker

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen