nachdem die letzte Woche sich dem Ende neigte und am Freitag noch bei mir im Haus schön Kürbisse geschnitzt, Suppe gekocht und Kostüme gebastelt wurden, konnte man mit den hier gefundenen Freunden gemütlich über ein paar Gläschen Wein ins Wochenende schlittern, für das ich mir einfach mal nichts für die Uni und stattdessen nur Spaß vorgenommen hatte ...
Samstag
So ging es am Samstagmorgen dann mit etwas Rest-Kater vom Wein in den Knochen und einem abschreckenden grauen Himmel raus in die Kälte, denn mit Hanna, der Schwedischen Austauschstudentin hatte ich Karten für das Football-Spiel von OSU (unserer Unimannschaft ... GO BUCKS!!!) gegen New Mexcio State University gekauft - es war ein 20 $ Schnöppchen ("believe me ... it was a steal").
Die Stimmung im Stadion war schon bewundernswert und dennoch verfolgt man das Spiel, das vier mal 15 Minuten mit dauernden Unterbrechungen geht, eher nebenher und sieht Football eher als Sozialevent, an dem gegessen, getrunken und geredet wird ... definitv interessant, das EIN MAL mitzuerleben.
In der großen Pause hat dann die Marching-Band passend zu Halloween einige Grusel-Film-Soundtracks mit passender Choreografie gespielt ... sehr witzig, sehr unterhaltsam.
Am Nachmittag legte ich dann die letzten Handgriffe an mein Kostüm an und war nach kurzem Bier-Kauf-Zwischenstopp bereit zur Party zu gehen ...
Nachdem auch die anderen bei Sandra im Studentenwohneim fertig geschminkt wurden ging es über Umwege zum Haus einige Design-Studenten und insgesammt war der Abend recht unterhaltsam (wohl auch, weil ich meinen Platz in der Küche zwischen Biernachschub und Keksbasis gefunden hatte) allerdings sind die Amerikaner eindeutig sexuell ausgerichtet, was HAlloween angeht ... naja, was solls ...
Gegen drei Uhr morgens, was dank Zeitumstellung eigentlich zwei Uhr war, ging es gemeinsam mit den anderen Austauschstudenten nach Hause und dann gemütlich zum Schlummern.
Sonntag
Müde aber mit schlechtem Keks-Gewissen ging es aus den Federn, und dann nach Kaffee und Müsli recht schnell zum RPAC um ein bisschen SPort zu machen.
Danach gings mit Gabriel (Mitbewohner) und seiner Freundin ins Auto und im schönsten, sonnigen Herbstwetter in einen Vorort, um meinen einen Mitbewohner (Dominic) bei einer Jazz Performence mit seinem Quintett zu hören ... es war super athmospährisch ... super begabt.
Abends ging es dann zu Seth, einem Design Studenten nach Hause, denn wir hatten ja am letzten Sonntag begonnen, regelmäßig in kleiner Runde zu kochen und uns zu besuchen ... und so gab es, nachdem zuletzt Ravi was indisches bereitet hatte dieses mal Bohnen, Hänchen und gestampfte Kartoffeln ... lecker ... und die Gespräche wieder mal sehr gut.
Wochenanfang
Die Woche begann dann mit einigen Nachforschungen in der Bibliothek, einigen Vorlesungen, einem schlechten Midterm-Exam, das ich zurück bekam (60 von 100 Punkten) und einigen Arbeiten im Labor an der Turbine.
Endlich läuft alles, auch die Schubmessung und die Datenaufnahme ... und so habe ich nun die AUfgabe mir zu überlegen, wie ich die Daten auswerten und präsentieren möchte (Zyklusrechnung ...) und ja ...
Außerdem habe ich zu einem Hereinfeiern in meinen Geburtstag am nächsten Dienstag eingeladen, denn am Mittwoch ist hier Veteranen-Tag ... also frei ... dass ich das an meinem Geburtstag mal erleben darf, hätte ich auch nicht gedacht.
Außerdem habe ich den Zigarettenanzünder in meinem Auto repariert ... bzw. ich habe herausgefunden, dass ein Lötpunkt gebrochen ist ... und nun ist alles mal so zusammen gebunden bis ich eine Lötmöglichkeit finde (nur ohne Strom ist das NAvi halt schnell tot und das ist nicht gut ... vor allem nicht, da ich in drei Wochen nach Washington und danach nach Boston fahren will).
Ja ... nun werde ich noch einige Reiseplanungen machen (Thanksgiving - Boston, Weihnachten - NY) und dann noch mal meine Unisachen ordnen.
Morgen wird ein normaler Uni-Tag, ich möchte danach Sport machen und dann ins Kino und am Freitag kommt eine Fulbrightverantwortliche auf den CAmpus und außerdem sollte ich bis dahin wissen, ob ich am Wochenende einen Ausflug mache ... Lust hätte ich.
Es güßt mit
Ciao & Shalom
der Brezelbäcker
PS: Ich höre Weihnachtslieder ... in Dtl. gibt es bestimmt schon Spekulatius ... hier nicht.
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