Dienstag, 28. Oktober 2008

Fulbright-Auswahlrunde im verregneten Berlin ...

Berlin ruft!

Mal wieder verschlug es mich am Montag in die Hauptstadt. Dieses Mal ging es darum, bei der Fulbright Komission einen guten Eindruck zu hinterlassen, um am Ende vielleicht eines der begehrten Stipendien zu bekommen, das mir ein akademisches Jahr an einer Hochschule in den Vereinigten Staaten ermöglichen könnte.

Dazu ging es dann in aller Früh mit dem Flieger noch vor um sieben durch die Wolkendecke Stuttgarts. Die Sitze wurden per Web-Check-In schon am Vorabend belegt und so gab es komfortable Notausgangsplätze.
Mit drei ZEIT-Ausgaben der vergangenen Woche bewaffnet und dem Michael, ein ebenfalls zum Gespräch geladener Kommilitone, ging es in den nächstbesten Starbucks. Bei einem guten Kaffee reihte sich dort ein Gesprächsthema an das nächste und der Vormittag wurde interessant und diskussionsreich.
Gegen elf ging es dann zum Ort des Geschehens und dann auch recht anschließend direkt in das Gespräch.
Vier Kommissionsmitglieder stehen vier Studenten gegenüber, die sich wiederum nach kurzer Vorstellung zu diversen Themen unterhalten und austauschen sollten.
Mal auf Deutsch, mal auf Englisch ging es um Unterschiede zwischen europäischer und amerikanischer Ingenieursausbildung, um Probleme in der Bildungs- und Sozialpolitik, um die Wahlen und Entwicklungen in den USA sowie um deutsche Bücher und gelesene Zeitungen.
Alles in allem sehr interessant, garnicht unbehaglich und definitv mal wert, mitgemacht zu werden.
Die finale Entscheidung lässt dann im November auf sich warten.

Nach dem Gespräch und mit noch viel Adrenalin im Blut ging es mit den vier Teilnehmern des Gesprächs, allesamt Kommilitonen von der Uni-Stuttgart zum Mittagessen.
Anschließend verstreute sich jeder ... meine Wenigkeit kaufte was Süßes, ein paar Postkarten und hockte sich dann in ein Café unter dem Fernsehturm, um dort gemütlich den Nachmittag des regenverhangenen Tages zu genießen, Zeitung zu lesen und einfach zu entspannen.
Irgendwann meldete sich dann noch ein Freund aus der Stadt und die Zeit gab noch ein gemütliches Bierchen im Brauhaus Mitte her ...

Dann hieß es: Aufbrechen mit dem Airport Express nach Schönefeld und nach vielen gelesenen Seiten im aktuellen Buch und einigem Warten später kam ich um elf wieder in der WG in Stuttgart an. Dort konnte mit Andrea noch der Tag besprochen werden und dann wurde der Freund angerufen.
Da noch eine Abgabe an der Uni erledigt werden musst, zog sich das zu Bett gehen bis 1 Uhr in der Früh aber ... egal. Solche Tage sind einfach erinnerungswürdig und sollten ohnehin nie enden :)

Ciao und Shalom,
der Brezelbäcker

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